Der US-Steuerbehörde IRS zufolge bleiben die sieben Steuersätze für das Steuerjahr 2027 unverändert bei 10 %, 12 %, 22 %, 24 %, 32 %, 35 % und 37 %. Die Einkommensgrenzen für die einzelnen Steuerklassen sowie die Pauschbeträge wurden jedoch an die Inflation angepasst. Das kann verhindern, dass Steuerpflichtige allein wegen eines inflationsbedingten Einkommensanstiegs in eine höhere Steuerklasse rutschen. Eine niedrigere Steuerlast ist damit nicht garantiert. Die Angaben gelten grundsätzlich für Einkommen aus dem Jahr 2027; die Steuererklärungen werden üblicherweise Anfang 2028 eingereicht.
Steuergrenzen 2027 nach Veranlagungsstatus
Die folgenden Grenzen beziehen sich auf das zu versteuernde Einkommen. Die US-Veranlagungsstatus lassen sich nicht vollständig mit deutschen Steuerklassen gleichsetzen.
| Grenzsteuersatz | Einzelveranlagung | Zusammenveranlagung | Getrennte Veranlagung von Ehepaaren | Haushaltsvorstand |
|---|---|---|---|---|
| 10 % | Bis 12.800 $ | Bis 25.600 $ | Bis 12.800 $ | Bis 17.700 $ |
| 12 % | 12.800–52.025 $ | 25.600–104.050 $ | 12.800–52.025 $ | 17.700–67.450 $ |
| 22 % | 52.025–109.125 $ | 104.050–218.250 $ | 52.025–109.125 $ | 67.450–105.700 $ |
| 24 % | 109.125–208.325 $ | 218.250–416.450 $ | 109.125–208.325 $ | 105.700–201.750 $ |
| 32 % | 208.325–264.550 $ | 416.450–529.100 $ | 208.325–264.550 $ | 201.750–256.200 $ |
| 35 % | 264.550–661.375 $ | 529.100–793.650 $ | 264.550–396.825 $ | 256.200–640.600 $ |
| 37 % | Über 640.600 $ | Über 768.700 $ | Über 396.825 $ | Über 640.600 $ |
Bei der Einzelveranlagung überschneiden sich die angegebenen Grenzen: Die Steuerklasse mit 35 % reicht laut Tabelle bis 661.375 $, während die mit 37 % bereits bei mehr als 640.600 $ beginnt. Auch bei der Zusammenveranlagung gibt es eine Überschneidung: Die 35-%-Klasse endet bei 793.650 $, die 37-%-Klasse beginnt oberhalb von 768.700 $. Die vorliegenden Angaben erklären diese Abweichungen nicht. Steuerpflichtige sollten die Werte daher anhand der offiziellen Steuerklassenangaben prüfen, bevor sie sich darauf stützen.
Der Grenzsteuersatz gilt nur für den jeweiligen Einkommensanteil
Das US-Bundeseinkommensteuersystem ist progressiv aufgebaut. Wer eine höhere Steuerklasse erreicht, zahlt den höheren Satz nicht auf das gesamte zu versteuernde Einkommen. Er gilt nur für den Teil, der in die jeweilige Klasse fällt; niedrigere Einkommensanteile werden weiterhin mit den niedrigeren Sätzen besteuert. Das Überschreiten einer Grenze führt somit nicht dazu, dass das gesamte Einkommen plötzlich dem höheren Satz unterliegt.
Die angehobenen Schwellen sollen eine sogenannte kalte Progression begrenzen. Steigen Löhne und andere nominale Einkommen mit den Preisen, während die Steuergrenzen unverändert bleiben, können Steuerpflichtige in höhere Klassen rücken, obwohl sich ihre Kaufkraft kaum verbessert hat. Liegt das Einkommenswachstum ungefähr im Rahmen der Anpassung, können manche Steuerpflichtige in ihrer bisherigen Grenzsteuerklasse bleiben. Steigt das Einkommen stärker, kann ein größerer Anteil in eine höhere Klasse fallen.
Höhere Pauschbeträge für 2027
Der Pauschbetrag beträgt 2027 für Einzelveranlagte und Ehepaare mit getrennter Veranlagung 16.600 $. Für gemeinsam veranlagte Ehepaare sind es 33.200 $, für Haushaltsvorstände 24.950 $. Wer den Pauschbetrag statt einzelner abzugsfähiger Ausgaben geltend macht, kann den jeweils passenden Betrag vom zu versteuernden Einkommen abziehen.
Die tatsächliche US-Bundeseinkommensteuer hängt außerdem vom Veranlagungsstatus, dem zu versteuernden Einkommen, Abzügen, Steuergutschriften und weiteren Faktoren ab. Pauschbetrag und Steuergrenzen allein bestimmen daher nicht, wie viel am Ende zu zahlen ist.
Die neuen Werte gelten für Einkommen aus 2027
Steuerjahr und Jahr der Steuererklärung sind auseinanderzuhalten: Die neuen Werte gelten für Einkommen, das 2027 erzielt wird. Die dazugehörigen Erklärungen werden in der Regel Anfang 2028 eingereicht. Für das bevorstehende Steuerjahr 2026 sind weiterhin die Steuergrenzen von 2026 maßgeblich.
Bei einer Steuerschätzung für das nächste Jahr sollten neben Löhnen und Boni auch Kapitalerträge, Entnahmen aus Altersvorsorgekonten, Unternehmenseinkünfte und weitere steuerpflichtige Einnahmen berücksichtigt werden. Ebenso relevant sind mögliche Abzüge und Anpassungen. Unternehmer und Anleger, die den Zeitpunkt bestimmter Einkünfte beeinflussen können, können prüfen, wie sich deren Erfassung auf das laufende und das folgende Steuerjahr verteilt.
Umwandlungen in ein Roth-Konto gelten in der Regel im Jahr der Umwandlung als steuerpflichtiges Einkommen. Wer eine Umwandlung für 2027 erwägt, kann anhand der neuen Grenzen abschätzen, wie sich die zusätzlichen Einkünfte auf den Grenzsteuersatz auswirken könnten. Eine Verteilung über mehrere Jahre kann die steuerpflichtigen Einkünfte von Jahr zu Jahr anders aufteilen. Langfristige Kapitalgewinne werden mit anderen Sätzen als gewöhnliches Einkommen besteuert; das gewöhnliche zu versteuernde Einkommen kann die steuerliche Behandlung von Anlageerträgen dennoch beeinflussen.
Wer für 2027 mit deutlichen Veränderungen bei Lohn, Bonus, Kapitalerträgen oder Entnahmen aus der Altersvorsorge rechnet, kann zudem den US-Bundesteuerabzug vom laufenden Einkommen überprüfen. Die neuen Steuergrenzen bedeuten nicht automatisch, dass alle ihre Abzüge anpassen müssen. Entscheidend ist, ob die einbehaltene Steuer voraussichtlich weiterhin zur erwarteten Steuerschuld passt.