- Die Zahl der neu geschaffenen Arbeitsplätze außerhalb der Landwirtschaft in den USA stieg im Juni nur um 57.000, was etwa der Hälfte der Erwartungen der Ökonomen entspricht. Gleichzeitig wurden die Beschäftigungszuwächse im Mai von 172.000 auf 129.000 stark nach unten korrigiert, was auf eine deutliche Abschwächung der Wachstumsdynamik des Arbeitsmarktes hinweist.
- Die Zinserwartungen des Marktes gegenüber der Federal Reserve kühlten schnell ab. Kurzfristige Zinsfutures-Händler schätzen die Wahrscheinlichkeit einer Zinserhöhung im Juli auf weniger als 20% ein, und die Wahrscheinlichkeit einer Zinserhöhung im September fiel von etwa 75% vor der Veröffentlichung des Beschäftigungsberichts auf etwa 60%.
- Die Schwäche der Arbeitsmarktdaten stellt die jüngste Markterzählung über eine erneute Stärkung des Arbeitsmarktes direkt in Frage und verringert den Druck auf die Entscheidungsträger, bei der Sitzung im Juli weitere Straffungsmaßnahmen zu ergreifen.
Neueinstellungen am Arbeitsmarkt sinken auf die Hälfte der Erwartungen
In dem am Donnerstag veröffentlichten, viel beachteten Bericht des Bureau of Labor Statistics des US-Arbeitsministeriums wurde festgestellt, dass im Juni landesweit nur 57.000 Arbeitsplätze außerhalb der Landwirtschaft geschaffen wurden.
Zinsmarkt bewertet Fed-Politik neu
Mit der Veröffentlichung der schwächer als erwarteten Arbeitsmarktdaten zeigt der Finanzmarkt eine drastische Neubewertung der Zinserwartungen gegenüber den Entscheidungsträgern der Federal Reserve bei der bevorstehenden Sitzung im Juli.
Wahrscheinlichkeit zukünftiger Zinserhöhungen sinkt deutlich
Neben der Änderung der Preisgestaltung für den politischen Kurs in diesem Monat wurden auch die längerfristigen Straffungserwartungen des Marktes gegenüber der Federal Reserve erheblich gedämpft.
Analysen zeigen nachlassenden Druck auf Fed-Politik
Angesichts dieser neuesten makroökonomischen Daten äußerten sich Quellen und Analysten von Finanzinstituten mit aktuellen Kommentaren.