- Die Aktien der führenden Investmentbanken an der Wall Street gerieten am Dienstagmorgen unter Druck, nachdem das Forschungsinstitut Oppenheimer Securities die Ratings von Branchen-Schwergewichten wie Goldman Sachs und Morgan Stanley ungewöhnlich herabgestuft hatte.
- Das Institut wies darauf hin, dass die Top-Investmentbanken das Spätstadium des aktuellen Vermögensausbauzyklus erreicht haben. Die bestehende Bewertungsprämie begrenzt den zukünftigen Aufwärtsspielraum, weshalb empfohlen wird, zyklusübergreifendes Kapital phasenweise zu realisieren.
- Gleichzeitig empfiehlt Oppenheimer dringend, die Finanzallokation umzukehren und auf alternative Vermögensverwaltungsdienstleister, die übermäßig liquidiert wurden, sowie auf traditionelle Geschäftsbanken im frühen Zyklus umzuschalten.
Die Hauptindizes der Wall Street zeigten am Dienstagmorgen eine strukturelle Divergenz, wobei die Schwäche im Investmentbankensektor den Gesamtmarkt marginal belastete. Daten zeigen, dass die Aktien von Morgan Stanley im frühen Handel um 1,4 % fielen, während die Aktien von Goldman Sachs ebenfalls um etwa 1 % nachgaben. Der direkte Auslöser war die Herabstufung der langfristigen subjektiven Ratings dieser beiden Giganten durch Oppenheimer Securities von "gleichauf mit dem Markt" auf "unter dem Markt". Diese seltene Herabstufung löste weltweit eine Neubewertung der finanziellen Gesundheit und der Alpha-Ertragspotenziale der Kernfinanzintermediäre der Wall Street aus.
Top-Investmentbanken im Spätstadium der Expansion führen zu Neubewertungen
Oppenheimer stellte in einem veröffentlichten Branchenforschungsbericht klar, dass es kurzfristig keine eindeutigen schwarzen Schwäne gibt, die die Aktien der Investmentbanken von ihrem festgelegten Wertsteigerungs- und Hochrenditepfad abbringen könnten. Aus der Perspektive der makroökonomischen Vermögensallokation ist der Sektor jedoch unvermeidlich am Ende des aktuellen Expansionszyklus angekommen. Das Analystenteam betont, dass dieser Zyklus, gestützt durch die Widerstandsfähigkeit der Realwirtschaft, wahrscheinlich noch 12 bis 18 Monate oder länger andauern wird. Angesichts der Tatsache, dass die aktuellen Bewertungsniveaus bereits die Erwartungen an zukünftige Fusionen und Übernahmen sowie eine Erholung im Underwriting vollständig eingepreist haben, wäre es unvernünftig, auf eindeutige zyklische Warnsignale zu warten. Daher ist es eine präzise Strategie des defensiven Positionsmanagements, zyklusübergreifendes Kapital an diesem Punkt phasenweise zu realisieren.
Alternative Vermögensverwalter bieten nach übermäßiger Liquidation Chancen
Im Gegensatz zur Empfehlung, Kapital aus den Top-Investmentbanken abzuziehen, unterstützt Oppenheimer in seinem Bericht stark die kürzlich irrational liquidierten alternativen Vermögensverwaltungsdienstleister. Seit Jahresbeginn hat die übermäßige Besorgnis der globalen Kapitalmärkte über potenzielle Ausfallrisiken bei Private-Credit-Engagements sowie negative Gerüchte über verstärkten Druck auf Rücknahmen bei einigen Flaggschiff-Open-End-Fonds zu einer deutlichen Verzögerung der Bewertungsentwicklung im alternativen Vermögensverwaltungssektor geführt. Quantitative Modellüberprüfungen zeigen jedoch, dass die Marktpreise für die Ausfallraten von Private-Credit-Krediten stark von den Fundamentaldaten abweichen. Alternative Vermögensverwalter wie Ares Management, Blackstone Group und KKR verfügen über hochgradig widerstandsfähige Kapitalbildungsmechanismen und Sperrfristen, die ihnen eine hohe Erschütterungsresistenz verleihen. Die aktuelle tiefgreifende Korrektur bietet vielmehr ein äußerst attraktives Einstiegspunktfenster für multidimensionale makroökonomische Strategiefonds.
Frühe Widerstandsfähigkeit von Geschäftsbanken bildet defensives Netz
Um während der Umschichtung das Gesamtrisikoexposure gegenüber dem Finanzsystem aufrechtzuerhalten, empfiehlt der Broker, die durch den Verkauf von Investmentbankaktien freigesetzte Liquidität strukturell in traditionelle Geschäftsbanken zu investieren, die sich im relativ frühen Stadium des Expansionszyklus befinden. Im Vergleich zu den stark von Kapitalmarktschwankungen und Investmentbanking-Zyklen abhängigen Wall-Street-Giganten sind regionale Geschäftsbanken wie U.S. Bancorp und PNC Financial Services Group stärker auf Nettozinseinnahmen angewiesen und zeigen in der mikroökonomischen Übertragung einer stetigen Erholung der Unternehmensnachfrage nach Krediten eine größere Stabilität. Oppenheimer erklärt, dass durch die Umverteilung der gesammelten Mittel in diese stärker physisch defensiven Geschäftsbanken und alternativen Investitionsbereiche globale Hedgefonds in der Lage sind, die Bewertungsrückgänge bei hoch bewerteten Intermediäraktien zu vermeiden und gleichzeitig widerstandsfähigere Basisspread-Renditen zu sichern.