- Der paneuropäische Stoxx 600 Index schloss am Dienstag mit einem Anstieg von 0,88 % und verzeichnete im Quartal einen Zuwachs von 10,00 %, was die beste Quartalsleistung seit Oktober 2020 darstellt. Im Tagesverlauf erreichte er ebenfalls ein Allzeithoch.
- Der Technologiesektor stieg an einem Tag um 2,50 % und erzielte den größten Quartalszuwachs seit Oktober 2001, was die starke Nachfrage nach der grundlegenden Infrastruktur für künstliche Intelligenz auf den globalen Märkten unterstreicht.
- Mit Anzeichen einer Entspannung im Nahen Osten und einem Rückgang der internationalen Ölpreise erholte sich die zuvor unter Druck stehende Tourismus- und Freizeitbranche und verzeichnete im Quartal einen Zuwachs von über 19,00 %.
Starke Performance der Technologiewerte
Der Chipgerätehersteller ASML schloss mit einem Anstieg von 6,79 %, während die Halbleiterhersteller STMicroelectronics und Infineon Zuwächse von 1,43 % bzw. 4,38 % verzeichneten. Darüber hinaus stieg der Aktienkurs des KI-Geräteanbieters Siemens Energy um 5,60 %, nachdem die starke Nachfrage erneut bekräftigt wurde, was die optimistischen Erwartungen an den Technologie-Hardware-Zyklus weiter festigte.
Attraktivität von Bewertungsnischen
Investmentinstitutionen weisen darauf hin, dass europäische Vermögenswerte im Vergleich zu hoch bewerteten US-Technologieaktien oder asiatischen Halbleitersektoren ein besseres Preis-Leistungs-Verhältnis bieten, während sie gleichzeitig Wachstumspotenzial aufweisen. Diese einzigartige Vermögenseigenschaft bietet Value-Investoren eine Gelegenheit zur Allokation, wobei das Risiko einer Gewinnneubewertung insgesamt relativ gering ist.
Entspannung der geopolitischen Lage fördert Branchenaufschwung
Die Entspannung der Spannungen im Nahen Osten führte zu einem Rückgang der Ölpreise auf das Niveau vor dem Konflikt, woraufhin Institutionen wie Barclays und JPMorgan die Bewertungen europäischer Aktienmärkte anhoben. Davon profitierend verzeichneten Tourismus- und Freizeitaktien den größten Quartalszuwachs seit Januar 2023 und wurden neben dem Technologiesektor zu einer wichtigen Stütze für den Gesamtmarkt.
Zentralbankpolitik und Zinserhöhungspreisgestaltung
Derzeit richtet sich der Fokus des Marktes auf die Äußerungen der Beamten bei der Jahrestagung der Europäischen Zentralbank, wobei die Entscheidungsträger warnen, dass externe Preisschocks anhaltende Auswirkungen auf die Wirtschaft haben könnten. Laut Daten der London Stock Exchange Group erwarten Swap-Markt-Händler derzeit, dass die europäischen Zinssätze bis Ende des Jahres um weitere 25 Basispunkte angehoben werden könnten.