Tesla nimmt vor der offiziellen Präsentation des neuen Roadster Reservierungen gegen eine Anzahlung von 50.000 US-Dollar entgegen. Gleichzeitig richten Anleger ihre Aufmerksamkeit erneut auf die Möglichkeit einer größeren Transaktion zwischen Tesla und SpaceX. Im frühen US-Handel am 21. September legten die Tesla-Aktien rund 3 Prozent zu, während SpaceX-bezogene Aktien etwa 2 Prozent gewannen. Damit standen beide Entwicklungen im Mittelpunkt des Marktinteresses.
Tesla verlangt 50.000 US-Dollar für eine Roadster-Reservierung
Tesla hat am 18. September die Reservierungen für den neuen Roadster geöffnet. Die offizielle Vorstellung des Fahrzeugs ist für den 1. Oktober geplant. Das Projekt befindet sich seit rund zehn Jahren in der Entwicklung. Tesla hat den Reservierungsbetrag auf 50.000 US-Dollar festgesetzt. Einen Zeitplan für Produktion oder Auslieferung nannte das Unternehmen in den bisher veröffentlichten Informationen jedoch nicht.
Es ist nicht das erste Mal, dass Tesla Vorbestellungen für den Roadster entgegennimmt. Als der US-Elektroautohersteller im November 2017 erstmals Pläne für das Nachfolgemodell vorstellte, konnten Reservierungen für die ersten 1.000 Fahrzeuge vorgenommen werden. Die Zahlung betrug damals 250.000 US-Dollar pro Fahrzeug. Tesla hatte ursprünglich mit einem Produktionsbeginn im Jahr 2020 gerechnet, den Zeitplan anschließend jedoch mehrfach verschoben.
Die aktuelle Öffnung der Reservierungen ist daher nicht nur wegen der Höhe der Zahlung relevant. Anleger beobachten auch, ob Tesla das Modell nach der überarbeiteten Präsentation tatsächlich in Richtung Produktion und Auslieferung führen kann. Der Roadster bleibt ein wichtiges Projekt für Teslas Premium-Elektrofahrzeugpalette und die Positionierung der Marke. Die Annahme von Reservierungen bestätigt allerdings noch nicht, dass eine Serienproduktion gesichert ist.
Spekulationen über SpaceX-Technik beim Präsentationstermin
Im Zusammenhang mit der Veranstaltung am 1. Oktober wird außerdem darüber diskutiert, ob das neue Fahrzeug eine Form von Flugfähigkeit demonstrieren könnte. Ein im Markt kursierendes Konzept sieht den Einsatz speziell entwickelter Triebwerke von SpaceX vor. Tesla hat jedoch weder bestätigt, dass bei der Veranstaltung ein fliegendes Fahrzeug gezeigt wird, noch technische Daten, mögliche Einsatzbereiche oder einen Produktionsplan für eine solche Technologie veröffentlicht.
Sollte das Roadster-Projekt tatsächlich Technologie dieser Art umfassen, würde dies die technischen Verbindungen zwischen den von Elon Musk kontrollierten Unternehmen stärker in den Vordergrund rücken. Tesla und SpaceX werden am Markt zunehmend als enger miteinander verbunden wahrgenommen – unter anderem durch Ingenieure, technische Kompetenzen und bestimmte Ressourcen. Dennoch bleiben beide Unternehmen bei Produkten, Kapitalstruktur und operativem Geschäft getrennt.
Anleger prüfen erneut eine mögliche Verbindung von Tesla und SpaceX
Nachdem SpaceX einen Börsengang von Rekordgröße abgeschlossen hatte, begann die Wall Street über eine weitere Transaktion zu diskutieren, die das Verhältnis zwischen den beiden Unternehmen grundlegend verändern könnte: einen Zusammenschluss von Tesla und SpaceX in größerem Umfang. Die derzeit verfügbaren Informationen zeigen ein erneutes Marktinteresse an dieser Möglichkeit. Eine formelle Vereinbarung wurde jedoch nicht bekannt gegeben. Ebenso fehlen Angaben zu einer möglichen Transaktionsstruktur, einer Bewertung, einem Umtauschverhältnis oder den regulatorischen Rahmenbedingungen.
Die engere Zusammenarbeit bei Ingenieuren und Ressourcen gilt als ein Grund dafür, dass die Fusionsspekulationen wieder aufgekommen sind. Sollte eine solche Transaktion tatsächlich verfolgt werden, müssten Anleger unter anderem die Folgen für Tesla-Aktionäre, die Bewertung von SpaceX, die Kontrolle über das Management und die mögliche Zusammenführung der beiden Geschäfte bewerten. Bis zu einer formellen Mitteilung bleibt die Diskussion jedoch spekulativ.
Eva Ados, Chief Investment Strategist bei ERShares, hat die Gerüchte über eine Fusion von Tesla und SpaceX sowie mögliche Auswirkungen auf Portfolios thematisiert. Die vorliegenden Informationen enthalten von ihr jedoch keine konkrete Einschätzung dazu, ob eine Transaktion zustande kommen wird. Fest steht bislang: Tesla hat die Reservierungen für den neuen Roadster geöffnet, SpaceX steht nach der Börsennotierung stärker im Fokus der Kapitalmärkte, und eine Fusion der beiden Unternehmen ist öffentlich nicht bestätigt.