- Die asiatische Halbleiterindustrie erlebt eine tiefgreifende Neubewertung, wobei der Marktwert von Samsung Electronics und SK Hynix um insgesamt 290 Milliarden US-Dollar geschrumpft ist. Dies hat den koreanischen KOSPI-Index deutlich nach unten gezogen, wobei Gewinnmitnahmen und Bedenken hinsichtlich des Wettbewerbs in der Lieferkette die Hauptantriebsfaktoren sind.
- Der Markt konzentriert sich auf den bevorstehenden US-Arbeitsmarktbericht für Juni. Da die Äußerungen des Fed-Vorsitzenden Kevin Warsh die Zinserhöhungserwartungen gedämpft haben, wird die Stärke dieser Daten den zukünftigen Kurs der Geldpolitik direkt beeinflussen.
- Der Wechselkurs des Yen zum US-Dollar hat sich im frühen europäischen Handel ungewöhnlich stark entwickelt, was zu Spekulationen über eine vorzeitige Devisenintervention der japanischen Währungsbehörden geführt hat. Gleichzeitig sind die Renditen von US-Staatsanleihen aufgrund solider Wirtschaftsdaten leicht gestiegen.
Technologiesektor erlebt Bewertungsanpassung
Am Donnerstag während der asiatischen Handelssitzung kam es zu einer deutlichen Korrektur bei Aktien im Bereich Künstliche Intelligenz und Halbleiter. Der koreanische KOSPI-Index fiel um 7,9 Prozent, wobei SK Hynix um 14 Prozent und Samsung Electronics um 9 Prozent nachgaben.
Sorgen über Überkapazitäten bei Rechenleistung führen zu Anpassungen
Ein weiterer makroökonomischer Katalysator, der den Druck auf Technologiewerte auslöste, kam aus der Branche selbst. Die Nachricht, dass Meta Platforms plant, seine eigene Rechenleistung zu verkaufen, führte dazu, dass der Markt die enormen Investitionen in die Infrastruktur der Künstlichen Intelligenz neu bewertet, ob ein Risiko der Überkapazität bei Rechenleistung besteht.
Arbeitsmarktbericht und politische Weichenstellungen im Fokus
Die internationalen Finanzmärkte beobachten gespannt die bevorstehenden US-Arbeitsmarktdaten.
Interaktion zwischen Anlageklassen und Spekulationen über Yen-Intervention
Auf den Devisen- und Rohstoffmärkten stieg der Yen im frühen europäischen Handel plötzlich um fast 0,9 Prozent auf 161,15, was zu weit verbreiteten Spekulationen führte, dass die japanische Regierung vor der Veröffentlichung des US-Arbeitsmarktberichts vorzeitig interveniert hat.